🇩🇪/🇦🇹 Zur Spaltung der Gesellschaft und der Demoszene

Ein wichtiger Gedanke anlässlich der #ErsterMai Demonstrationen (nicht nur in Wien)

Seit der ersten 2-Länder-Teambesprechung der namen- und labellosen Teams in MĂĽnchen am 17.04.2021 (auf Einladung von + Karl Hilz +) bezeichnen wir die regimekritische Bewegung als “AuĂźerparlamentarische Opposition”, grenzen das aber klar ab von der sogenannten “Antifa” bzw. sämtlichen auĂźerparlamentarischen Protestbewegungen und -initiativen aus “tradtionellen linken Lagern”.

Heute wurde mir bei der systematischen und gezielten Beobachtung des Demogeschehens auf den Straßen vieler Städte in Deutschland und Österreich (besonders #w0105) klar: das ist ein grundlegender Denkfehler und trägt mit zur Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft bei.

Mein Fazit zu #010522 lautet daher:
👉 “Alle unter einer Flagge”, wenn es wirklich ernst gemeint ist, mĂĽsste logischerweise jeden umfassen, der gegen Lobbyismus, Korruption, Kapitalismus und totalitäre Seilschaftspolitik auftritt. Mit einer roten Linie gegen jede rassistische, diskriminierende, menschenverachtende oder “Ăśbermenschen”-Ideologie.
👉 Selbstverständlich gibt es auch Initiativen und Strömungen “klassisch linken Ursprungs”, die man definitorisch korrekterweise als “AuĂźerparlamentarische Opposition” bezeichnen, wahrnehmen und respektieren muss (= nicht im Parlament vertreten, gegen die Politik des Regimes auftretend).
👉 Solange wir die Anliegen dieser Strömungen nicht anhören und/oder nicht ernst nehmen bzw. uns nicht einmal die Mühe machen, ihre Kommunikationskanäle zu verfolgen und ihre Argumente zu prüfen, brauchen wir uns nicht darüber zu beklagen, wenn es uns umgekehrt genauso geht.
👉 Solange wir uns nicht der Tatsache bewusst werden, dass die Behauptung “Rechtsextreme versuchen die Protestbewegung der Jahre 2020 bis 2022 fĂĽr eigene Zwecke zu instrumentalisieren” richtig ist und eine klare, rote Linie gegenĂĽber N*zis ziehen (durch Taten! nicht bloĂź Worte!), werden – zurecht (!) – mit “traditionell linken” StraĂźenbewegungen weder Kooperationen noch Gespräche möglich sein.
👉 Solange wir die “Fronten-Trennung” Telegram vs. Twitter und “die da” gegen “uns da” durch Untätigkeit und Selbst-Einschränkung zulassen (u.a. auch durch die definitorische, pauschale Abgrenzung und Verschwörungstheorie “die da sind nicht AuĂźerparlamentarische Opposition, sondern Handlanger des #CovidRegime”), brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn sich die “Fronten” immer nur weiter verhärten.

Die Antwort auf die viel gestellte Frage “warum hassen uns die eigentlich ‘antifaschistisch’ genannten Strukturen so sehr?” lautet aus meiner Sicht: weil wir in einen jahrzehntelang währenden Konflikt zwischen “Antifa” und “Neon*zis” (“links” gegen “rechts”) auf der StraĂźe hineingezogen wurden und uns dabei – als gesamtes Kollektiv betrachtet, nicht jede(r) Einzelne! – einer Seite viel zu weit angenähert haben. Vielleicht (ich hoffe es) bezog sich Xavier Naidoo in seinem Abgrenzungsvideo genau darauf.

Beide “Lager” der “klassischen Demoszene” sind jedenfalls seit 2020 dadurch ĂĽberrascht worden, dass seit fast einem Jahrhundert zum allerersten Mal eine “bĂĽrgerlich-mittige” Demoszene ĂĽberhaupt auf die StraĂźen geht und sind immer noch damit beschäftigt, das Phänomen zu begreifen und einzuordnen. Während das “rechtsextreme Lager” in allen links-bis-rechts-libertären “willige Beute” fĂĽr die Vergrößerung des eigenen Einflusses sieht (Feldzug-Ideologie) sieht das “linksextreme Lager” durch sein Kontaktschuld-Dogma jeden Demonstranten der bĂĽrgerlich-gemäßigten Mitte als “VerbĂĽndeten der N*zis”.

‼️ Nur, wenn wir uns klar positionieren können, rote Linien ziehen und BEIDE Framings “brechen”, wird es uns gelingen, einen Weg zwischen Scylla und Charybdis hin zu einer “besseren” (= friedlichen, freien, rechtsstaatlichen und antifaschistischen) Welt der Zukunft zu finden.

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