So einfach geht das. Erst verspricht man im Wahlkampf als einer der zentralen Punkte, man werde keine Waffen in Kriegsgebiete liefern. Doch nach der Wahl ist alles anderes als vor der Wahl, dies wissen wir schon seit Angela Merkel. Statt Diplomatie bevorzugte es Baerbock dann auch in Kriegsmontur an der Grenze aufzuschlagen und nun redet sie von einer angeblichen Zeitwende.

Eine Zeitenwende, die sie selbst beschlossen hat – offenbar in völliger Verkennung der Geschichte. Statt Tramplin zu spingen, wäre es erforderlich gewesen die Nase in ein Geschichtebuch zu stecken. Und so behauptet sie schlicht: “Unsere Bündnispartner haben uns erst ermöglicht, hier in unserem Land in den letzten Jahrzehnten in Frieden aufzuwachsen.” Ja, sicherlich. Der Russe stand ja vor der Türe. Der Angriff durch  einen zuverlässigen Handelspartner, war nur eine Frage der Zeit. Und so dreht sich Baerbock die historischen Tatsachen, wie sie ihr gefallen.

Wovon Baerbock aber keine Ahnung hat, ist der Kalte Krieg. 1990 zur Zeit der Wiederverinigung war Annalena grade mal 11 Jahre alt und stand auf ihrem kleinen Trampolin. Ihr Vater war Manager und Personalvorstand bei der deutschen Niederlassung des US-amerikanischen Automobilzulieferers. Statt Automobilteile will Annalena nun Waffen liefern, was der Papa dazu wohl sagt? Ja, wir haben eine Zeitenwende, eine neue Generation von Politiker*innen, denen vieles aus der Geschichte des eiegen Landes nicht bewußt ist. Wieviel Mühe und Angrengung die Generation vor ihr gebracht haben, um den Kalten Krieg zu beenden, den nun vor allem die Grünen wieder anzetteln wollen.