„Sie fahren mit Ihrem Panzer gerade mit Höchstgeschwindigkeit auf die Katastrophe zu. Könnten Sie bitte die Bremse ziehen?“, sagt Schwarzer in einem Streitgespräch im „Spiegel“ zu der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese entgegnet: „Ich werde im Namen dieser Frauen in der Ukraine, die so viel Leid erleben, die Panzer nicht bremsen, sondern sie weiterfahren lassen, damit diese Schlächtereien ein Ende haben.“

Schwarzer hat kürzlich einen offenen Brief initiiert, in dem sie und andere Prominente den Bundeskanzler dazu auffordern, von der Waffenlieferung abzusehen. Im Streitgespräch sagt die Publizistin, Deutschland dürfe die Ukraine nicht „in der Illusion wiegen, dass sie die größte Atommacht der Welt, Russland, final besiegen könnte“. Es wäre fatal, Kiew dies glauben zu lassen: „Denn dann hätten wir eine Mitverantwortung für die totale Zerstörung des Landes, das Leid und noch mehr Tote.“

Es gehe im Ukrainekonflikt um die freie Welt, um Menschenrechte, Demokratie und Frieden in Freiheit, meint Zimmermann. „Das ist jetzt ein Kampf der Systeme. Es darf nicht sein, dass Putin sich hier durchsetzt“, sagt Strack-Zimmermann. Schwarzer betont, es gehe jetzt nicht um Werte wie Demokratie: „Das ist hier gerade kein Wunschkonzert. Dieser Krieg ist eine Machtfrage.“ und „Bevor der sich in Den Haag vor Gericht stellen lässt, zöge er uns wohl eher mit in den Abgrund.“